Sei Still! Dieses Mal für immer.
Posted in Hardware, Ich glaub' mein Tintenfisch kleckert!, Studium on Januar 18th, 2010 by AndreasWow, nach so langer Zeit mal wieder ein Eintrag. Ich hatte ein paar turbulente Wochen. Nicht alles davon gehört an die Öffentlichkeit, aber etwas bewegt mich heute dann doch mal wieder dazu, die Welt um einen Blogeintrag mehr zu bereichern.
Was war das eigentlich für ein beschissenes Wochenende? Sind wir doch mal ehrlich, wenn ein Freitag schon mit einem defekten Netzteil anfängt, ist der Start schon leicht missglückt. Eigentlich wollte ich den Tag dazu nutzen, meinen Seminarvortrag zum Thema MMO Technologien endlich fertigzustellen. Doch was macht man, wenn das Netzteil nicht mehr anspringt, sondern nur noch ein krisseln zu hören ist? Richtig, man versucht schnellstmöglich ein neues zu finden, damit man nicht zum Vortragstermin total aufgeschmissen ist. Also mit Notebook schnell gegooglet, drei Netzteile für die engere Wahl auserkoren und Händler in der Nähe rausgesucht. Eine Internetbestellung dauert zu lange. Läden, in die ich sonst nie einen Fuß setzen würde, sollten also meine Rettung sein. Nur was ist das?
Ich: “Guten Tag, ich suche nach einem neuen Netzteil, wäre es möglich, dass sie mal nachsehen, ob sie es auf Lager haben?”
Er: “Ja welches denn?”
Ich: “Ich suche ein “Sei still! Direkte Kraft”* mit 580W.”
Er: “Ham wa net. Die Marke hab ich noch nie gehört.”
Ich: “Ähm…öh…na dann, auf wiedersehen.”
Sowas nennt sich PC-Laden? Naja. Die größeren Ladenketten wussten zwar wenigstens was ein Sei still!* ist, konnten mir aber auch nicht helfen. Nirgendwo vorrätig. Gleiches Spiel mit den anderen beiden Netzteilen, die ich rausgesucht hatte. Aber zumindest ein Laden hatte noch ein brauchbares auf Lager, allerdings ein stolzer Preis, der mir etwas hoch erschien. Also noch mal am eigenen Netzteil rumgefummelt, und siehe da, es springt nach 10 Minuten Vorwärmzeit an. Super, also arbeiten. Der Gau allerdings dann am Sonntag. Nachdem der Rechner dieses mal satte 2 Stunden zum anspringen brauchte, konnte ich 4 Stunden bequem arbeiten. Wollte dann gerade die Daten auf den USB-Stick ziehen, um mein Notebook mit dem Endprodukt auszustatten und…nichts mehr. Netzteil schaltet einfach ab, bevor Daten rübergeladen wurden. Und anspringen wollte es dann auch nicht mehr. Nachdem ich ihm 2 Stunden zum anlaufen gelassen habe, hat sich das arme Sei still!* Netzteil mit einem großen Knall das letzte mal gemeldet und meine Sicherung rausgehauen. R.I.P.
Dummerweise habe ich die Daten auf einer SATA-Festplatte und, oh wunder, zwar einige Netzteile hier rumstehen, aber alle ohne SATA. Daten also erstmal unerreichbar. Aber ich habe auf dem USB-Stick doch noch eine Sicherung von Samstag. Da fehlt zwar eine ganze Menge, aber doch besser als gar nichts. Denkste, denn mein Notebook weigert sich zufällig genau ab jetzt den Stick auszulesen. Knoppix, Ubuntu und Kubuntu wollen in der Live-Version auch nicht starten. WTF? Also Uralt-Notebook rauskramen (ja, das mit dem abgebrochenen Display), versuchen den Wackelkontakt des Netzteils zu entwackeln, damit das Notebook länger als 2 Sekunden an bleibt, USB-Stick rein, Daten rüber, Notebook wieder hochfahren weil es abgeschmiert ist, Daten zur Sicherheit auf einen Server laden, mit anderem Notebook Daten wieder herunterladen, einen dicken Hals bekommen und in diesem Blog einen Eintrag verfassen. HASS! Ich mach mich dann jetzt mal ran, die ganzen verloren gegangenen Änderungen nachzutragen. Wird sicher eine spaßige Nacht.
* Markenname abgeändert


